English     KooZSI ESF bmask
print this page

Themen

TEPs & Qualitätsprozess

Warum arbeiten die österreichischen TEPs an der Sicherung und Steigerung der Qualität ihrer Arbeit?

Die Pakte koordinieren umfassende Programme (siehe TEPs in Österreich) und implementieren innovative Maßnahmen u.a. zur Integration arbeitsmarktferner Personen in den Arbeitsmarkt (siehe ESF SP 3b). In Anbetracht zahlreicher Pakt-Aktivitäten rücken die Sicherung und Steigerung der Qualität der Partnerschaften und deren Leistungen in den Vordergrund österreichweiter TEP-Aktivitäten. Beim "TEP-Qualitätsprozess" arbeiten die Pakte - unterstützt durch das BMASK und betreut von der Kooo - gemeinsam an der Sicherung und Steigerung der Qualität ihrer Arbeit.

Was sind die Ziele des TEP-Qualitätsprozesses?

Unter dem Oberziel der Stärkung der Partnerschaften erfolgt ein intensiver Austausch zwischen den TEPs zur Qualitätssicherung. Dabei werden auch Anreize zur verbesserten Kooperation und Steigerung der Qualität der TEP-Arbeit gegeben. Unterziele sind insbesondere:

  • Erstellung von TEP-Qualitätsstandards;
  • Einführung von Qualitätsmanagement;
  • Schaffung von verstärkter Transparenz zu Pakt-Abläufen und -Prozessen;
  • Intensivierte Anwendung von Instrumenten zur Qualitätssicherung; und
  • Zusammenfassung der Ergebnisse und Publikation des Prozesses im "Guide".

Der Prozess unterstützt eine bundesweit einheitliche Politikumsetzung, sowie eine verbesserte Leistungsdokumentation der TEPs und trägt zur besseren Messbarkeit des Erfolges der TEPs bei.

Wie wird der Qualitätsprozess organisiert und welche Instrumente werden verwendet?

Die Kooo organisiert 2008 bis (vorerst) 2011 einen Prozess, bei welchem gemeinsame Aktivitäten zur Sicherung und Steigerung der Qualität der Pakt-Arbeit gesetzt werden. Zentrale Ergebnisse des Prozesses werden als „Guide zur Synergienutzung“ (Arbeitstitel) im Anschluss an den Prozess veröffentlicht. Instrumente des Prozesses sind die Basisanalyse, die Entwicklung und (vorerst) pilothafte Implementierung des TEP-Qualitätsmanagementsystems in einzelnen TEPs sowie Mainstreaming des Systems bei Erfolg, die „Quali-TEP-Treffs“ sowie Arbeitsgruppensitzungen, Quali-TEP-talks, Pakt-Mentoring („Qualitätsdialoge“) und die Erstellung einer Publikation („Guide“).

Eine schematische Darstellung des Prozesses kann hier downgeloaded werden.

nach oben

Was ist bisher geschehen?

Im ersten Quali-TEP-treff im Jahr 2008 wurden gemeinsam Qualitätskriterien erstellt. Auf Basis der diskutierten Ergebnisse einer von der Kooo geleiteten Umfrage entlang der fünf Prinzipien der Good Governance (Offenheit, Partizipation, Verantwortlichkeit, Effektivität und Kohärenz) entwickeln die TEP Koordinationsstellen unter Beiziehung von Experten/innen entlang des CAF-Systems (CAF, das Common Assessment Framework, ist ein gemeinsames europäisches Qualitätsbewertungssystem für Organisationen des öffentlichen Sektors) ein TEP-Qualitätsmanagementsystem, das den Paktbedarfen gerecht wird und gleichzeitig in der Anwendung überschaubar bleibt. 

Wie wird das TEP-Qualitätsmanagement implementiert?

In einem ersten Schritt wird das TEP-Qualitätsmanagement (TEP-QMS) pilothaft bei einzelnen TEPs umgesetzt und ggf. spezifischen regionalen Bedürfnissen angepasst. In einem weiteren Schritt sind alle TEPs eingeladen, sich an einem TEP übergreifenden Austausch aktiv einzubringen. Das TEP-QMS soll alle TEPs motivieren, eine interne Selbstbewertung vorzunehmen, die einmal jährlich durchgeführt wird. Im Mittelpunkt der Selbstbewertung stehen vor allem die innerhalb des TEP ablaufenden Schlüsselprozesse wie gemeinsame Projektentwicklung, Entscheidungsprozesse und Förderabstimmungen. Bitte entnehmen Sie nachfolgender Tabelle Kriterienbeispiele der Selbstbewertung der Pakte.

Kriterienbeispiele der Selbstbewertung der Pakte

Themenfeld Beispiele
Führung
  • Organisatorische Strukturen und Prozesse sind in Übereinstimmung mit der Strategie und Planung aufgebaut
  • Management-Informationssysteme kommen zum Einsatz
  • Teilnahme an Aktivitäten von Interessensgruppen, anderen relevanten Organisationen und Berufsverbänden
Strategie
und
Planung
  • Stärken und Schwächen des Paktes werden systematisch analysiert
  • Die Leistungen des Paktes werden überprüft, gemessen und evaluiert
  • Die Strategie des Paktes ist klar, transparent und durch verschiendene Aktivitäten kommuniziert
  • Bereitschaft des Paktes zur Innovation, Modernisierung und Weiterentwicklung
Personal-management
  • Personalressourcen stehen ausreichend zur Verfügung
  • Die Akteur/-innen und Mitarbeiter/-innen sind in die Entwicklung von Konzepten und Strategien, Prozessen und Verbesserungsmaßnahmen eingebunden

Partnerschaften
und
Ressourcen

  • Verantwortlichkeiten sind klar geregelt
  • Partnerschaften zur Entwicklung und Durchführung gemeinsamer Projekte werden initiiert, aufgebaut und ausgebaut
  • Proaktive Informationspolitik des Paktes ist sichergestellt
Prozesse
  • Prozesse sind paktintern aufeinander abgestimmt, um Synergien zu nutzen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden
  • Der Pakt lernt von Initiativen anderer Pakte oder vergleichbarer, relevanter Organisationen/Netzwerke/Plattformen
Ergebnisse
  • Spezifizierung nach Zielgruppen-, Akteurs- sowie gesellschaftsorientierten Ergebnisse
  • Leistungsergebnisse des Pakte

Durch die Selbstbewertung können die TEPs interne Entwicklungsschritte anhand eines vorgegebenen Systems diskutieren und einschätzen sowie bei Bedarf ausweiten.

Wer finanziert die Entwicklung und Umsetzung des TEP-Qualitätsmanagementsystems?

Die von der Kooo organisierten Treffen werden im Auftrag des BMASK durchgeführt und sind im Rahmen des Operationellen Programms "Beschäftigung Österreich 2007-2013" (kofinanziert aus Mitteln des ESF) finanziert. Die Implementierung des TEP-Qualitätsmanagements bei den Pakten wird im Rahmen des SP 5 / OP Beschäftigung 2007-2013 durchgeführt.

nach oben


Download:
attachment icon Überblick Qualiprozess