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Einleitung

Territoriale Beschäftigungspakte (TEPs)

Territoriale Beschäftigungspakte (TEPs) sind vertraglich vereinbarte regionale Partnerschaften zur Verknüpfung der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik mit anderen Politikbereichen, um zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage in den Regionen beizutragen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit soll die Erhöhung der Wirksamkeit und Effizienz des Mitteleinsatzes, die Verbesserung der Betreuung bestimmter Zielgruppen, die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die Sicherung von Fördermittel für die Region und die nachhaltige Sicherung des Lebensraumes bewirken.

Im Rahmen der TEPs beschließen das Arbeitsmarktservice, die Länder, die Bundessozialämter, die Sozialpartner und weitere Partner/innen gemeinsam Programme zur Beschäftigungsförderung und setzen diese mit einem abgestimmten Paktbudget um. Die Struktur und Aufgaben der partnerschaftlichen Vereinbarungen richten sich nach dem Bedarf der Regionen.

Zur Umsetzung und Weiterentwicklung der österreichischen TEPs werden die Kosten für die operativen Strukturen der Pakte, meist TEP-Koordinationsstellen, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, Operationelles Programm Beschäftigung Österreich 2007-2013, Schwerpunkt 5 und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz gefördert. Diese unterstützen die Pakte unter anderem bei ihrer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und der Entwicklung von Arbeitsprogrammen und Projekten.

Den Pakten stehen zudem Mittel aus dem Schwerpunkt 3b des ESF, Operationelles Programm Beschäftigung Österreich, für die Entwicklung und Erprobung innovativer Maßnahmen zur Verbesserung der Integration arbeitsmarktferner Personen und des Zusammenwirkens der beteiligten Institutionen in der Region zur Verfügung. Die Kofinanzierung der Schwerpunkt 3b Maßnahmen wird durch die Pakte sichergestellt.

Eine bundesweite Koordinationsstelle – die Kooo – begleitet die österreichischen TEPs bei Ihren vielfältigen Aufgaben und stellt den Know-how Transfer national wie auch international sicher.

 

Vorwort

Territoriale Beschäftigungspakte - Erfolgreiche und bewährte arbeitsmarktpolitische Partnerschaften

Durch die zahlreichen Maßnahmen der österreichischen Territorialen Beschäftigungspakte gelingt es, die Ziele des Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Strukturfondsperiode 2007-2013 erfolgreich umzusetzen. Im Rahmen des Operationellen Programms Beschäftigung Österreich setzen die TEPs mit Unterstützung aus dem Schwerpunkt 5 vielfältige regionale arbeitsmarktpolitische Aktivitäten und entwickeln im Schwerpunkt 3b gezielt Maßnahmen zur Integration arbeitsmarktferner Personen in den Arbeitsmarkt. In beiden Handlungsfeldern stellen die TEPs in Österreich ein Musterbeispiel für Good Governance dar und sind somit der Schlüssel zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage in den Regionen.

Der Erfolg der TEPs basiert unter anderem auch in der Bereitschaft, die Partnerschaften kontinuierlich weiterzuentwickeln und in einem Klima der Offenheit voneinander zu lernen. So werden etwa im Rahmen des „SP3b-Lernzyklusses“ Erfahrungen und Erkenntnisse ausgetauscht. Auf internationaler Ebene geschieht dies im Rahmen der „Community of Practice - Partnerships in the ESF“, wo der österreichische Ansatz mit anderen Mitgliedsstaaten erläutert wird.

Gerade in wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Krisenzeiten ist es besonders wichtig, verstärkt arbeitsmarktferne Personen in das Beschäftigungssystem zu integrieren. Im Jahr 2009 steht daher die Planung weiterer innovativer Angebote für diese Personengruppe im Rahmen des ESF Schwerpunktes 3b im Mittelpunkt.

Ich danke hiermit allen Beteiligten für ihren Einsatz und wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Erreichung Ihrer Zielsetzungen. Die ESF-Fördermittel werden maßgeblich dazu beitragen, den Arbeitsmarkt in Ihren Regionen zu verbessern.

Rudolf Hundstorfer

Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (Juni 2009)