| Category: | ESF SP3b: Integration arbeitsmarktferner Personen | ||||||||||
| Project Status: | abgeschlossen | ||||||||||
| Province: | Steiermark | ||||||||||
| Project Beginn: | März 2010 | ||||||||||
| Project End: | September 2011 | ||||||||||
| Target Groups: | junge Frauen, junge Frauen mit Migrationshintergrund, Mädchen, Mädchen mit Migrationshintergrund, <25 Jahren | ||||||||||
| Project Goals: | Das Ziel des Projektes liegt darin, arbeitsmarktferne Mädchen und junge Frauen mit innovativen, kreativen Methoden zu befähigen, Anschlussperspektiven im Sinne von beruflicher Integration und gesellschaftlicher Teilhabe zu entwickeln. Weiters sollen Formen der Akquise angewendet werden, die ein aktives Zugehen auf potentielle Projektteilnehmerinnen und eine verstärkte Einbindung der Erziehungsberechtigten erlauben. Der Aufbau eines Mediator/innen-Netzwerkes hat schließlich zum Ziel, über das Projekt hinaus nachhaltig Unterstützungsstrukturen für jugendliche Migrantinnen nutzbar zu machen. | ||||||||||
| Abstract: | Vorrangig, aber nicht ausschließlich, will das Projekt junge Frauen mit Migrationshintergrund erreichen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Tun: Theater spielen, künstlerische Ausstattung, textiles Arbeiten – und wie nebenher das sprachliche Lernen. Gearbeitet wird „teilnehmerinnenorientiert“. Das heißt, es erfolgt eine bewusste Auseinandersetzung mit deren kulturellen, ethnischen und religiösen Hintergründen. Den Gruppeneinstiegen vorgeschaltet ist jeweils eine Akquisephase. Hier erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit der AMS RGS Graz. Parallel dazu kommt ein Netzwerk von Mediator/innen zum Einsatz. | ||||||||||
| Finanzierung: |
Quelle: Antrag auf Fördermittel aus dem OP Beschäftigung Österreich 2007 – 2013 (SP 3b, 2. Runde) (Planbudget) | ||||||||||
| Projektträger: | MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen | ||||||||||
| Erfahrungen / Ergebnisse: | Das Projekt führte junge Frauen mit Migrationshintergrund stufenweise an den Arbeitsmarkt heran. Das niederschwellige Angebot richtet sich dabei vor allem an junge Frauen mit geringen Deutschkenntnissen. Mia_san entwickelte und erprobte neue Methoden und Formen der Sprachvermittlung (inkl. Ausarbeitung eines Kompetenzfeststellungsverfahrens). Der Schwerpunkt lag dabei auf sinnerfassendem (Vor)lesen, aktivem Zuhören und Nachfragen, konstruktiver Beteiligung an Gesprächen und dem Präsentieren von Inhalten. Dies wurde vor allem mit Methoden der Theaterpädagogik geübt (z.B. Nachstellen von Dialogen am Bankschalter, Bewerbungsgesprächen, Verfassen von Briefen, Lebenläufen, …). Textiles Arbeiten bildete den Rahmen des interkulturellen Trainings. Dabei wurde Kommunikation auf verbaler und non-verbaler Ebene geübt, Selbstvertrauen und Teamfähigkeit gestärkt, Durchhaltevermögen und Konzentration verbessert sowie motorische Fertigkeiten trainiert. In der gemeinsamen Arbeit setzten sich die jungen Frauen mit Identität, Normen und Werten unterschiedlicher Herkunftsgesellschaften und Rollenbildern auseinander und reflektierten diese. Als besondere Herausforderungen der jungen Frauen zeigten sich u.a. Informationsmangel betreffend Arbeitsmarkt und Ausbildungssystem, Unklarheiten bezüglich des Aufenthaltsstatus, lückenhaftes Alltagswissen, eingeschränkte Mobilität, Wohnungsprobleme und Traumata (in Zusammenhang mit Flucht). Mia_san trug dazu bei, die jungen Frauen zu stabilisieren, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und neue Perspektiven zu eröffnen. Insgesamt nahmen 49 junge Frauen am Projekt teil. Nach Projektende begannen die Teilnehmerinnen beispielsweise mit dem Nachholen von Bildungsabschlüssen, nahmen abgebrochene Ausbildungen wieder auf, begannen mit weiteren Qualifizierungsmaßnahmen oder mit der Suche nach einer Lehrstelle. | ||||||||||
| Contact: |
MAFALDA – Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen | ||||||||||
| Attachments: |
