| Abstract: | Die Inhalte und Aktivitäten des Projekts zielen einerseits auf Vernetzung und andererseits auf Begleitungsprozesse für die Zielgruppe ab:
- Auf- und Ausbau des Netzwerkes aller relevanten Akteur/innen (Integrationsbeauftragte, TEP-Partner/innen, zuständige Behörden auf lokaler/regionaler Ebene, NGOs, Regionale Koordinationsstellen des TEP, Regionalmanagements, Frauennetzwerke, Expertinnen und Experten etc.),
- Clearing - danach stufenweise Integration von Frauen,
- Unterstützung von Frauen mit Migrationshintergrund (gut qualifiziert) zur Erlangung von ausbildungsadäquaten beruflichen Positionen,
- Entwicklung und Umsetzung von Integrationsinstrumentarien und Maßnahmen,
- Umsetzung von Pilotprojekten.
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| Erfahrungen / Ergebnisse: | Im Rahmen von MIdA fanden zwei Pilotprojekte statt: Einerseits wurde der Lehrgang „Integrationlotsin“ entwickelt und umgesetzt, andererseits ein Mentoringprogramm für Frauen mit Migrationshintergrund angeboten. Zudem wurden mehrere Vernetzungsplattformen aufgebaut. Insgesamt wurden 200 Clearinggespräche geführt, um Projektteilnehmerinnen auszuwählen.
Lehrgang „Integrationslotsin“:
Der Lehrgang Integrationslotsin bildete 30 Frauen in zwölf Workshops weiter. Themen wie Fremdenrecht, Frauen & Familie, Frauen & Gesundheit, Arbeitsmarkt & Arbeitsmarktzugang, Diskriminierung, Sprache & Sprachlernen wurden aufgegriffen.
Ein Lehrgang wurde in Salzburg umgesetzt; ein zweiter im Lungau. Viele Frauen haben aufgrund eigener schwieriger Erfahrungen mit dem Wunsch am Lehrgang teilgenommen, Frauen zukünftig die Integration zu erleichtern. Die erworbenen Kenntnisse sollten die Lehrgangsabsolventinnen dazu befähigen, andere Frauen bei der Integration zu unterstützen und ihnen Orientierung zu bieten. Für die Teilnehmerinnen stellt der Lehrgang zudem eine Zusatzqualifikation dar, die sie teilweise auch beruflich nutzen können. Ein weiteres Lotsinnenprojekt mit dem Schwerpunkt Bildung soll umgesetzt werden.
Mentoring:
Das Mentoringprogramm unterstützte gut qualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund bei der Suche nach einer ihren Qualifikationen entsprechenden Stelle. Insgesamt engagierten sich 54 Frauen und Männer als MentorInnen und unterstützen 48 Mentees. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das geplante Angebot sogar ausgeweitet.
Zahlreiche Frauen erstellten gemeinsam mit ihrem Mentor/ihrer Mentorin Bewerbungsunterlagen und bewarben sich aktiv. 11 Mentees konnten so eine ihren Interessen und Qualifikationen entsprechende Stelle finden (Logopädin, Marketingfrau, Krankenschwester, …), 4 Mentees haben Praktikumsstellen angenommen, mehrere Frauen haben im Rahmen des Mentorings erste Schritte zum Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft gesetzt.
Zudem hatten die Mentees die Möglichkeit, an Förderangeboten wie Kursen im Projektmanagement, Job-Coachings und Sprach-Coachings teil zu nehmen. Von den MentorInnen selbst wurde das Programm als sehr bereichernd empfunden – oft bestanden zuvor kaum persönliche oder berufliche Kontakte zu Frauen mit Migrationshintergrund.
Netzwerke:
Im Rahmen von MIdA entstand das „Netzwerk Integrationslotsinnen“ das 17 Organisationen, Institutionen und ExpertInnen aus dem Arbeits-, Frauen- und Integrationsbereich verbindet. Ein weiteres Netzwerk, das Salzburger Fraueneinrichtungen, muslimische (Frauen-)Organisationen und Integrationslotsinnen verbindet, wurde aufgebaut. Auch die beiden entstandenen Netzwerke der Integrationslotsinnen in Salzburg und im Lungau werden weitergeführt. Die Netzwerke trugen maßgeblich dazu bei, das Wissen über arbeitsmarktspezifische Problemstellungen von Frauen mit Migrationshintergrund in den beteiligten Organisationen zu verbessern.
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